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Diäten und Jo – Jo Effekt

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Aus biologischer und historischer Sicht musste und muss der Mensch, wie alle Lebewesen, kämpfen, um zu überleben. Aus diesem Grund hat er einen natürlichen Abwehrmechanismus entwickelt, um auch in schlechten Zeiten überleben zu können. So speichert er, wann immer es möglich ist, Energiereserven im Körper. Bei Energiedefiziten kann man diese Reserven (meistens aus Muskulatur und Leber) ausnützen.

Unser Körper kann sich an Defizite anpassen: das heisst, den Energieverbrauch reduzieren und aus den Reserven Energie ziehen. Das hat das Überleben der Menschen auf unserem Planeten ermöglicht.

Unser Körper hat nie geglaubt, dass er im Überfluss leben wird. Deswegen haben wir keine natürliche Abwehr dagegen.

 

Was passiert wenn wir eine Diät halten?

Jede Diät, egal welche, setzt die Ernährungsrestriktion (Energiereduktion) voraus, um so natürlich das Gewicht zu senken. Unser Körper registriert das als Defizitzustand, Notfall, als Alarmzustand, als Gefahr. Nach Abschluss der Diät, wenn wir wieder unser normales Essverhalten aufnehmen, beginnt unser Körper, der die „Gefahr“ im Gedächtnis gespeichert hat, die jetzt konsumierte Nahrung rasch und nachhaltiger zu speichern, als er das im Normalfall gemacht hätte, um gegen die nächste „Gefahr“, sprich eine neuerliche Diät, „gewappnet“ zu sein. Wir fangen an, mehr an Gewicht zuzunehmen, als wir vor Beginn der Diät hatten und was noch schlimmer ist, wir speichern dabei besonders den Fettanteil im Körper. Es kommt zum sogenannten Jo-jo Effekt. Eigentlich besteht das Problem nicht in der Diät, sondern in unserem Körper, der versucht, sich mit Energiespeicherung vor der Gefahr zu schützen. Keine Mentalkraft hilft dabei. Der Jo-jo Effekt ist vorprogrammiert!

So stellt sich die Frage: „Wie lösen wir das Probem? Was sollen wir tun?” Über die Jahrzehnte hinweg sind mehr als 2.000.000 verschiedene Diäten propagiert worden: Crash, Hollywood, Null, Kiwi, Ananas, Kohldiät, die sehr populäre Atkinson Diät [1] (Proteindiät); low fat, low carb [2] und so weiter, und dennoch ist das Problem des Übergewichts immer größer geworden. Man spricht schon über die „Globale Epidemie“ ![3] Man denkt, dass die gesamte eingeführte Kaloriensumme das wichtigste ist. Darin liegt das Problem.

Es ist klar, dass durch die Kalorienreduzierung unser Körpergewicht gesenkt wird, aber neben Fettgewebe verlieren wir Wasser und dazu leider auch viel von unserer Muskelmasse. Deshalb ist es weitaus wichtiger, auf die Art der Nahrung zu achten, als einfach nur Kalorien zu zählen..


[1] Die Atkinson–Diät, ist eine Diät nach dem “low carb“ Prinzip. Sie reduziert die Aufnahme von Kohlehydrate drastisch und nutzt Fett sowie Protein als  Hauptenergieträger. Dieser Ansatz soll nach Ansicht der Anhänger der Atkins-Diät den Körper dazu zwingen, Fett zur Energiegewinnung in Keton-Körper zu verwandeln. Die Atkins-Diät ist umstritten und wird von vielen Ernährungsexperten und von der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)  als zu einseitig und potenziell gesundheitsschädlich abgelehnt. Der Fettgehalt der Atkins-Diät liegt bei über 50%, deswegen laut DGE-Empfehlung ist die Atkinson-Diät nicht ausgewogen und nicht als eine langfristige Diät geeignet. Eine begrenzte Aufnahme von Vollkornbrot und Getreide, Früchten und Gemüse stellt keine ausgewogene Ernährung dar. Die Abwesenheit dieser Nahrungsgruppen könnte das Risiko für Krebs oder kardiovaskuläre Erkrankungen erhöhen. Der Kohlehydratgehalt dieser Diät liegt unter dem Minimum, das der Körper benötigt, um Gehirn und Muskeln mit Zucker zu versorgen. Personen, die sich der Atkins-Diät unterzogen, litten deutlich häufiger an Durchfall, Müdigkeit, Unzufriedenheit, Muskelkrämpfen und generellen Schwächeanfällen.

[2] Laut DGE-Empfehlungen gelten die gleichen Kritikpunkte auch für andere „low carb“ Diäten. Low-carb-Trend war das Trend Americas länger als Jahrzehnt, hat aber das Problem der Fettleibigkeit in Kinder und Erwachsenen nicht gelöst. Momentan hat dies schon das Niveau von „Globale Epidemie“ erreicht. DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) findet Atkinson-Diät, sowie alle andere “low carb” Diäten inakzeptabel als dauerhafte Ernährungsform, da es potenziell schädlich für die Gesundheit sein kann wegen hohen Fettanteil (über 50%).

[3] Bedauerlicherweise, sieht die Situation im Bereich der Ernährung sehr kritisch aus. Die Fettleibigkeit hat das Niveau der globalen Epidemie erreicht und is somit offiziell zum Problem N1 der Weltgesundheitsorganisation geworden. In den letzten 10 Jahren stehen ernährungsbedingte Risikofaktoren auch im Fokus der EU Gesundheits- und Ernährungspolitik. Auslösend dafür waren und sind alarmierende statistische Daten über EU-BügrerInnen deren Anteil mit Prävalenz von Übergewicht bereits an der 50% liegt. Bei Kinder liegt die Quote mit rund 30% auf einem besorgniserregenden Niveau. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird bis Ende 2015. ein Drittel der Weltbevölkerung übergewichtig sein. In Amerika wird der Anteil bis auf  ¾ oder 75% der Bevölkerung steigen!! Das Gewicht ist nicht nur ein ästethisches Problem sonder viel mehr die Ursache von vielen Krankheiten: die Hrz-Kreislauf Erkrankungen, Diabetes, hoher Blutdruck, Krebs,  cancer, erhöhtes Cholesterin, Magen-Darm Erkrankungen, Hormonprobleme, psychische Probleme, und viele andere. Nur in den USA während der letzten 10 Jahre, die Zahl der gemeldeten Fällen von Diabetes hat sich um 100% erhöht.

 

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